Google Ads für Anwälte: Praxisbeispiel mit über 50 Conversions pro Monat
Projektstart: Januar 2026
Im Januar 2026 habe ich das Google Ads-Konto einer Anwaltskanzlei übernommen. Dabei fiel sofort auf, dass die vorherige Agentur die Conversion-Aktionen falsch definiert hatte: Viele sekundäre Aktionen wurden als primäre Conversions gezählt, weshalb die bisherigen Kampagnenwerte verzerrt waren.
Als ersten Schritt habe ich das Tracking datenschutzkonform eingerichtet und anschließend eine umfassende Keyword-Recherche durchgeführt. Da die Kanzlei dreisprachig arbeitet (Deutsch, Russisch, Ukrainisch) und sich auf verschiedene Rechtsgebiete konzentriert – Strafrecht, Familienrecht, Unternehmensrecht, Immobilien– und Wirtschaftsrecht – war die Mehrsprachigkeit ein entscheidender Vorteil, um die richtigen Interessenten in Deutschland gezielt anzusprechen.
Details & Ergebnisse
Die Kampagnen wurden strategisch aufgebaut, mit verschiedenen Anzeigengruppen für die unterschiedlichen Rechtsgebiete der Kanzlei – Strafrecht, Familienrecht, Unternehmensrecht, Immobilien- und Wirtschaftsrecht. Der Fokus lag auf Suchkampagnen, unterstützt durch die Mehrsprachigkeit (Deutsch, Russisch, Ukrainisch) für die Zielgruppe in Deutschland. Das Tracking wurde korrekt eingerichtet, sodass die tatsächlichen Conversions zuverlässig gemessen werden konnten.
Die Klickkosten liegen aktuell bei etwa 1,20–1,30 Euro pro Klick, was für den Rechtsbereich sehr effizient ist. Die Conversionkosten oder Leadkosten konnten deutlich gesenkt werden: Im Durchschnitt liegen sie bei 18,87 Euro pro Lead, rund 9 Euro weniger als zuvor – ein Unterschied von etwa 33 %. Betrachtet man die ursprünglich falsch registrierten Conversions, ergeben sich sogar Verbesserungen von 50–60 % bei den echten Leads.
Die Kampagnen sind nach Sprache getrennt, weil sich die Spracheinstellung nur auf Kampagnenebene festlegen lässt. So funktioniert die Ausspielung korrekt und die Anzeigen sind für die Suchenden relevant.
Auf Anzeigengruppenebene haben wir die Rechtsbereiche der Kanzlei nach folgenden Bereichen strukturiert: Strafrecht, Familienrecht, Unternehmensrecht, Immobilienrecht und Wirtschaftsrecht. Wie viele Anzeigengruppen es pro Sprache gibt, hängt vom Suchvolumen ab – auf Deutsch deutlich mehr, auf Russisch weniger und auf Ukrainisch am wenigsten. Das hat aber keinen Einfluss auf die erzielten Conversions.
Diese Struktur bei Google Ads für Anwälte ermöglicht eine präzise Budgetsteuerung, sauberes Targeting auf Conversions und am Ende eine skalierbare Lead-Generierung – egal in welcher Sprache oder welchem Rechtsbereich. Genau deshalb lohnt sich dieser Aufbau auch für Google Ads für Kanzleien, die mehrsprachige Mandanten ansprechen wollen.
Was steckt hinter der Kampagnenstruktur?
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Google Ads für Anwälte: 4 Learnings
Aus meiner Erfahrung mit Google Ads für Anwälte und Google Ads für Kanzleien in Deutschland haben sich ein paar zentrale Punkte herauskristallisiert:
1. Rechtsbereiche von Anfang an klar trennen – jeder Bereich braucht seine eigene Struktur und Strategie, um später gezielt steuern zu können.
2. Bei der Keyword-Recherche zählt vor allem die Suchintention: Begriffe wie „was kostet ein Anwalt“ bringen oft nur informationssuchende Klicks, kein Mandat.
3. Ein saubes Conversion-Tracking mit Werten für die einzelnen Lead-Aktionen (Anruf, Formular, etc.) hilft Google Ads, gezielter zu optimieren.
4. Geografisch lohnt es sich, ehrlich einzuschätzen: Wo ist man besonders stark und könnten Mandanten weiter anreisen – und wo macht ein engerer Radius mehr Sinn?